FDP lehnt erneute Elternbefragung zur
IGS ab
Dogmatisch nennt der Kreisvorsitzende
der FDP, Holger Flöge, die Versuche der Kreistagsmehrheit und
des Lengeder Bürgermeisters, trotz Ablehnung des Landes
Niedersachsen wegen zu geringer Zahlen mittels einer weiteren
Elternbefragung doch noch eine zweite IGS im Landkreis zu
begründen. Wenn man die Eltern so lange befragt, bis man genehme
Ergebnisse bekommt, hat das schon Ypsilanti’sche Züge. Dass
trotz massiver und einseitiger Propaganda gegen das bewährte
Schulsystem nicht genügend Interessenten zustande kommen, liegt
auch an dem heute schon sicheren Rückgang der Jahrgangsstärken
in den nächsten Jahren, was ohnehin mehrere Schulstandorte
gefährdet. Diese Fakten müssten auch den IGS-Befürwortern
bekannt sein.
Zudem ist es interessant, dass man von
den Einwänden des Landes überrascht ist, wurden doch alle
Gegenargumente im März dieses Jahres in der IGS-Debatte im
Kreistag bereits von der FDP-Fraktion benannt.
Unverantwortlich ist nach Meinung der
FDP auch, dass der Landrat sich bis heute weigert, Angaben über
die zu befürchtenden Kosten zu machen. Noch 2005 wurde
behauptet, die Einführung der gymnasialen Oberstufen an der IGS
Vöhrum wäre für 50 000 Euro zu haben. Heute wissen wir, dass uns
diese Entscheidung Millionen kosten wird. Ähnliches wäre für
eine IGS in Lengede zu befürchten, und das angesichts einer zu
erwartenden Lücke im Kreishaushalt von über 15 Millionen Euro.
Die FDP setzt sich deshalb weiter für
die Stärkung des gegliederten Schulsystems, die Erhaltung aller
Schulstandorte und den Verzicht auf riskante Ausbaupläne
zulasten der Schulen in Wendeburg, Hohenhameln und anderswo ein.