Presseerklärung zur IGS Lengede vom  25.10.2009

 
 

FDP lehnt erneute Elternbefragung zur IGS ab

Dogmatisch nennt der Kreisvorsitzende der FDP, Holger Flöge, die Versuche der Kreistagsmehrheit und des Lengeder Bürgermeisters, trotz Ablehnung des Landes Niedersachsen wegen zu geringer Zahlen mittels einer weiteren Elternbefragung doch noch eine zweite IGS im Landkreis zu begründen. Wenn man die Eltern so lange befragt, bis man genehme Ergebnisse bekommt, hat das schon Ypsilanti’sche Züge. Dass trotz massiver und einseitiger Propaganda gegen das bewährte Schulsystem nicht genügend Interessenten zustande kommen, liegt auch an dem heute schon sicheren Rückgang der Jahrgangsstärken in den nächsten Jahren, was ohnehin mehrere Schulstandorte gefährdet. Diese Fakten müssten auch den IGS-Befürwortern bekannt sein.

Zudem ist es interessant, dass man von den Einwänden des Landes überrascht ist, wurden doch alle Gegenargumente im März dieses Jahres in der IGS-Debatte im Kreistag bereits von der FDP-Fraktion benannt.

Unverantwortlich ist nach Meinung der FDP auch, dass der Landrat sich bis heute weigert, Angaben über die zu befürchtenden Kosten zu machen. Noch 2005 wurde behauptet, die Einführung der gymnasialen Oberstufen an der IGS Vöhrum wäre für 50 000 Euro zu haben. Heute wissen wir, dass uns diese Entscheidung Millionen kosten wird. Ähnliches wäre für eine IGS in Lengede zu befürchten, und das angesichts einer zu erwartenden Lücke im Kreishaushalt von über 15 Millionen Euro.

Die FDP setzt sich deshalb weiter für die Stärkung des gegliederten Schulsystems, die Erhaltung aller Schulstandorte und den Verzicht auf riskante Ausbaupläne zulasten der Schulen in Wendeburg, Hohenhameln und anderswo ein.

Holger Flöge
Kreisvorsitzender