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Guten Abend Herr Flöge,

nun haben auch die übrigen Schüler ihre Fragen geschickt. Ich bitte Sie, diese wie gehabt in einer Länge von  maximal 160 Zeichen bis Freitag zu beantworten und an folgende Mailadresse zu schicken: redaktion.peine@bzv.de

Vielen Dank

Mit besten Grüßen
Katja Dartsch
Braunschweiger Zeitungsverlag

 

Sehr geehrte Frau Dartsch,

nachstehend sende ich Ihnen die Antworten auf Ihre Fragen.

Frage: Die Folgen der Finanzkrise sind für mich bereits als Verringerung von Ausbildungsplätzen und Dualstudien erkennbar. Wäre es in dieser Zeit nicht sinnvoll, die Studiengebühren abzuschaffen, um bessere Zukunftsperspektiven zu sichern?

Ausgebildet wird, wo Arbeit ist. Deshalb muss Wirtschaftswachstum her. Dazu hat Politik Impulse wie die Steuerreform zu setzen. Das schafft Zukunftsperspektive.

Frage: Werde ich eine Rente bekommen, auch wenn ich kein Politiker oder Beamter bin?

Weil versäumt wurde, das Rentensystem langfristig fit zu machen, müssen ausnahmslos alle zukünftig mit höheren Belastungen und geringerer Rente rechnen.
 


Frage: Warum findet der Wahlkampf nur alibimäßig und nicht offensiver im Internet statt, um gerade Erstwähler zu erreichen und überzeugen?

Der Schwerpunkt meines Wahlkampfes liegt im persönlichen Kontakt, weil dieser authentisch ist. Das Internet gibt Basisinformationen und stellt Verbindungen her.

Frage: 2011 schließen die Doppeljahrgänge in Niedersachsen mit dem Abitur ab. Wie wollen Sie dem Ansturm auf Arbeitsmarkt und Universitäten vorbeugen?

Das Land erhöht die Universitätskapazitäten und der Arbeitsmarkt wartet händeringend auf gut qualifizierte Schulabsolventen. Das sichert die Berufschancen.

Frage: Afghanistan, das Vietnam der Wüste: Wie gehen Sie mit einem Krieg um, der letztendlich ein Krieg ist und wenig mit einem Wiederaufbau zu tun hat, mit dem Deutschland eigentlich nichts zu tun hat?! Und wo Deutschland eigentlich auch nichts zu suchen hat.

Es wurde versäumt, wirklichen Aufbau zu leisten, weil die Regierung glaubt, mit dem Einsatz von Soldaten wäre schon Stabilität erreichbar. Ziviler Aufbau tut Not!

Frage: Gehören Sie auch zu den Politikern, die vor der Wahl viel versprechen und sich nach der Wahl an nichts mehr erinnern können?

Ich beweise als Kreistagsabgeordneter und Ilseder Ratsherr täglich, dass ich halte, was ich verspreche. Das wird auch so sein, wenn ich im Bundestag sitze.

Frage: Wie wollen Sie der hohen Staatsverschuldung entgegenwirken?

Die Verschwendung von Steuergeldern muss aufhören, wir müssen nachhaltige Wachstumsimpulse setzen und in Zukunftstechnologien investieren. Das zahlt sich aus.

Frage: Wie stehen Sie zum aktuell bestehenden Kündigungsschutz?

Überzogene Schutzvorschriften lähmen und verhindern das Entstehen von Arbeitsplätzen vor allem im Mittelstand. Willkürliche Kündigungen sind zu verhindern.

Frage: Sehen Sie Möglichkeiten, die Politikverdrossenheit in der Gesellschaft zu vermindern? Wenn ja, welche?

Wenn jeder, den etwas bewegt, sich politisch engagiert und nicht nur kritisiert, kommen wir zu besseren Lösungen. Nur auf andere zu schimpfen ist zu billig.